Askalon wird besiedelt

Askalon wird besiedelt

Die Ersten Schiffe erreichen die Ruinen der Stadt Askalon und die Siedler entladen ihre Schiffe um die Stadt wieder aufzubauen.


2 Gedanken zu „Askalon wird besiedelt

  1. Überblick über die Monate November bis Februar

    In den Monaten vor dem Wintereinbruch wuchs die Zeltstadt kontuniuierlich an auch konnten auf Ruinen ehemaligen Gebäude wieder welche aufgebaut werden.

    Ebenso wurde der Landungssteg weiter befestigt und ausgebaut so das ein Be- und Endladen der ankommenden Versorgungsschiffen gesichert werden konnte.

    Auch wurde nach den Sichtungen der Prospektoren, mehrere Zisternen ausgehoben um die Grundwasserversorgung zu gewährleisten.

  2. – Von Gelehrten und fliegenden Pergamenten

    Die plötzlich auftretende Zugluft wirbelte Blätter, Schreiben und Dokumente durcheinander und ließ sie wie riesige Schneeflocken durch den Raum flattern. Der alte Gelehrte sah wütend von seinem Tisch auf und brüllte „Tür zu, verdammt!“ Seine Assistenten und seine beiden Lehrlinge mühten sich redlich des Chaos Herr zu werden, während der Verursacher des Blättersturms einfach nur eingeschüchtert mitten im Raum zum Stehen kam und sich hilflos umsah.

    Nachdem etwas Ruhe in die Unordnung gekommen war, sah der Wissenssucher erneut von seiner Arbeit auf. Er sah den jungen Mann noch immer regungslos und beinahe verängstigt herumstehen. Seiner Kleidung nach zu urteilen war es einer der Arbeiter, die überall in der Umgebung um die Zeltstadt herum an den Aufräumarbeiten beteiligt waren.

    „Was?“, brummelte er und winkte den Arbeiter zu sich. Noch immer eingeschüchtert traute dieser sich kaum zu sprechen. „Herr … ich … entschuldigt, Herr … aber … Herr Xelonius schickt mich. Ich … soll … Euch DAS hier übergeben und Euch ausrichten, dass er noch mehr davon gefunden hätte.“ Mit jedem Wort gewann der junge Mann mehr und mehr seine Sicherheit zurück. Er überreichte dem Gelehrten ein kleines Bruchstück, welches scheinbar aus einer Art Ton gefertigt war.

    Der Wissenssucher besah sich die Scherbe genau. Plötzlich blitzte es in seinen Augen auf und er begann hektisch zu werden. „Dies ist nicht Lona und schon gar nicht Akata. Wo ist das her?“ „Das kommt von der Ausgrabungsstätte beim Hafen, Herr.“ Der Gelehrte lies das Bruchstück in einer Tasche verschwinden, zog sich in aller Eile einen Mantel über und rannte fluchtartig aus dem Raum. Verwirrt blickten sich seine Assistenten an, wechselten Blicke mit dem jungen Arbeiter, der nur ebenso verwirrt mit den Schultern zuckte.

    Einige Augenblicke vergingen, dann wurde die Türe erneut aufgerissen und wieder flogen die Schriftstücke durch den Raum. Der Gelehrte stand in der Türe und fuhr seine Assistenten und Schüler an: „Wo bleibt Ihr denn? Los! Los! Los! Kommt gefälligst mit. Das Chaos könnt Ihr nachher beseitigen!“ An den Arbeiter gewandt sagte er: „Und DU! Du führst uns hin, auf schnellstem Wege!“

    – Von kalten Braten und alten Männern

    Hainrich sah von seinem Teller auf, als es leise am improvisierten Türrahmen des Zeltes klopfte. Er seufzte. Draußen wurde es schon wieder dunkel aber nicht einmal zu dieser Tageszeit gönnte man ihm scheinbar die erste Mahlzeit an diesem Tage.

    „Ja?“, rief er. Das Zelttuch wurde angehoben und ein Wächter trat zu ihm ins Zelt. „Verzeiht, Herr Hainrich. Ich wollte Euch nicht bei Eurem Mahl stören. Draußen stehen einige Vertreter unterschiedlicher Gruppierungen und ein Bote vom Hafen. Wenn der nicht wäre, hätte ich Euch nicht gestört. Er sagte es wäre sehr dringend.“ Der alte Ritter dachte kurz nach. Seit er sich hatte breitschlagen lassen mit 4 anderen Siedlern einen vorläufigen „Ältestenrat“ zu bilden, überschlugen sich die Ereignisse hier.

    Askalon, das bisher nichts weiter war, als eine Ansammlung von Zelten, umringt von einer Palisade, welche diese Bezeichnung kaum verdiente. Die Zeltstadt stand am Rande einer ehemals großen Siedlung der Lona-Akata und wuchs beinahe täglich. Und den Elementen sei Dank, kamen mit dem Zuwachs auch viele Unterstützer an. Erst vor einigen Tagen war ein Konvoi von mehreren Schiffen aus dem Südsiegel im improvisierten Hafen eingelaufen. Er hatte Verpflegung, Rohstoffe und Arbeitskräfte gebracht. Trotzdem wuchsen mit der zunehmenden Bevölkerung Askalons auch die Probleme. Hainrich seufzte erneut.

    „Sagen sie das nicht immer alle?“, wollte er wissen; winkte aber im nächsten Moment ab, bevor der Wächter etwas erwidern konnte. „Schick sie nacheinander herein und fang mit dem Boten bitte an.“ Die Wache nickte und verließ das Zelt wieder. Während der Zelteingang erneut geöffnet wurde und ein junger Bursche eintrat, schob Hainrich seinen Teller mit dem nur noch lauwarmen Braten zur Seite und erhob sich.

    Nachdem der letzte der Besucher sein Zelt verlassen hatte, zog sich Hainrich seinen Mantel über und schlug die Zeltplane zurück. Draußen standen lediglich die beiden Wächter, die seine Wappenfarben trugen. Er nickte ihnen zu und einer der beiden schloss sich ihm an, als er durch die improvisierten Gassen der Zeltstadt ging. Einen Termin hatte er heute noch zu erledigen, das Treffen des Ältestenrates. Denn in einem waren sie sich einig: Diese Lasten konnten nicht länger von einem Provisorium gestemmt werden. Sie mussten dringend eine Lösung für die dauerhafte Führung Askalons finden. Außerdem war der Bericht, den der Bote aus dem Hafen abgegeben hatte äußerst interessant gewesen. Die Wissenssucher Askalons würden sich bald wegen der Fundstücke die Köpfe einschlagen.

    – Von besonderen Taten und Turnieren

    „ … und zudem sollten wir uns überlegen, wie wir der ganzen jungen Heißsporne Herr werden. Es gibt zu viele junge Kämpfer in Askalon und zu wenig zu kämpfen. Versteht mich nicht falsch, ich danke den Elementen dafür, dass es hier bisher zu keinen Kämpfen kam, aber auf Dauer werden die ihren Übermut nicht durch Aufräumarbeiten abkühlen.“ Das Ratsmitglied schaute in die Runde. Insgesamt saßen 7 Leute in der kleinen Hütte: der Ältestenrat und 2 Schreiber. Man sah den Anwesenden an, dass die Dinge längst durch eine andere Instanz geregelt werden müssten, als durch eine Handvoll Freiwilliger. „Gestern ist es schon wieder zu einer Rauferei gekommen. Ich war vorhin noch im Lazarettzelt. Es gab 12 Verwundete, die versorgt werden mussten. 3 liegen noch dort und werden behandelt.“ Einer der anderen Ältesten hob die Hand und als der, welcher vorher gesprochen hatte ihm zunickte, fragte er: „Das ist tatsächlich ein ernst zu nehmendes Problem. Hatten wir nicht letzte Woche ebenfalls eine recht große Prügelei? Die Strafen zu verschärfen nützt nicht viel. Wir sollten versuchen, diese ungenutzte Kraft irgendwie sinnvoll einzusetzen. Ich hatte ja beim letzten Treffen schon angeregt, dass wir einen Wettkampf abhalten könnten. Sicherlich würden sich auch nützliche Talente in dieser Hinsicht herauskristallisieren.“ Der vorherige Sprecher ergriff erneut das Wort. „Ein Turnier? Hm, vielleicht in Verbindung mit dem Convent? Wir könnten besondere Preise ausloben. Was haltet Ihr davon, wenn der Sieger …“

    – Von lauten Stimmen und kleinen Nägeln, zwei Tage später

    „HÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖRET!“, der Ausrufer bemühte sich nach allen Kräften, dass jeder im Umkreis seine Stimme vernehmen konnte. „Der Ältestenrat gibt bekannt, dass zum 23. Tage dieses Mondes ein Convent einberufen wird. Geladen sei ein jeder Askalone und die, die es sein wollen, sowie ein jeder, der derzeit hier weilt und sich unser Freund und Verbündeter nennt.

    Auf diesem Convent soll entschieden werden, wie sich Askalon in der kommenden Zeit entwickeln und wer die endgültige Führung Askalons übernehmen soll. Dort sollen die Weichen gestellt werden für ein friedvolles und erfolgreiches Miteinander. Zur Belustigung der anwesenden Siedler und zur Ertüchtigung der antretenden Kämpfer soll zudem ein einfacher Wettstreit im Kampfe abgehalten werden. Dem Sieger wird ein besonderer Gewinn ausgelobt. Weitere Information hierzu erteilt der Ältestenrat.

    Das Convent wird stattfinden in den bereits wieder errichteten Gebäuden rund um die Taverne am Waldrand. Zu diesem Convent wird der Conventfrieden ausgerufen. Jeglicher Verstoß wird aufs schärfste bestraft werden.

    Gezeichnet

    der Ältestenrat der Stadt Askalon“

    Der Ausrufer räusperte sich, blickte sich einmal langsam um und nagelte dann das Pergament, das er gerade verlesen hatte an einen Holzpfahl. Auf diesem kleinen Platz standen mehrere davon, an denen schon andere Pergamente befestigt waren. Dann ging er weiter, um seine Tätigkeit auch auf den anderen Plätzen der Zeltstadt zu wiederholen.

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